Heideblüte: Anfang August bis Ende September
Die Wochen der Heideblüte im Spätsommer sind das eine Zeitfenster, in dem die Region ihren Charakter komplett wechselt. Aus einem ruhigen Landstraßenrevier wird ein Ausflugsziel für den gesamten Ballungsraum zwischen Hamburg, Bremen und Hannover. Praktisch heißt das: volle Parkplätze an den Heidedörfern, Parksuchverkehr auf schmalen Zufahrtsstraßen, Reisebusse in Ortsdurchfahrten, die dafür nie gebaut wurden, und deutlich mehr Fußgänger und Radfahrer auf der Fahrbahn als im Rest des Jahres.
Dazu kommen Pferdegespanne. Die Kutschfahrten ins Schutzgebiet starten an denselben Dörfern, an denen die Motorräder ankommen, und die Gespanne nutzen streckenweise die öffentliche Straße. Hinter einem Gespann gilt: Abstand halten, sehr früh und sehr ruhig vorbeifahren, keinen Gasstoß beim Überholen. Ein durchgehendes Gespann ist für alle Beteiligten ein ernstes Problem, und Motorräder haben in dieser Frage einen schlechten Ruf zu verlieren.
In mehreren Orten fallen in diese Zeit außerdem die Heideblütenfeste, unter anderem in Schneverdingen und Amelinghausen, mit Umzügen und den dazugehörigen kurzfristigen Straßensperrungen. Wer die Blüte sehen will, ohne im Kolonnenverkehr zu stehen, fährt unter der Woche und früh: Vormittags sind die Zufahrten frei, ab dem späten Vormittag füllt sich alles. An Wochenenden lohnt es sich, den Kern weiträumig zu umfahren und die Blüteflächen an den Rändern mitzunehmen.
