Aktuell gesperrt
| Strecke / Stelle | Was & warum | Bis wann |
|---|---|---|
| Naturschutzgebiet Lüneburger Heide – Wege nach Wilsede und zum Wilseder Berg | Das älteste und größte Naturschutzgebiet Niedersachsens ist komplett autofrei; nach der Naturschutzverordnung dürfen die Wege nicht verlassen werden. In das Gebiet kommt man nur per Kutsche, mit dem Rad oder zu Fuß, Kfz bleiben auf den Parkplätzen am Rand des Gebiets. | dauerhaft |
| Durchfahrtswege Truppenübungsplätze Bergen und Ostenholzer Moor (Raum Bergen – Bad Fallingbostel – Ostenholz) | Die Truppenübungsplatzkommandantur Bergen gibt monatlich eine Schießwarnung mit den Sperrzeiten heraus; die Zufahrten werden dann mit Schranken geschlossen. Das Betretungsverbot des Platzes gilt ständig und nicht nur an Schießtagen. Sperrzeiten wechseln monatlich und müssen vor der Tour geprüft werden. | monatlich wechselnde Sperrzeiten |
| Verbindungsstraßen über den Truppenübungsplatz Munster (Raum Munster – Wietzendorf – Fassberg) | Über den Platz führen genau bezeichnete Verbindungsstraßen, die nur an schießfreien Wochenenden für zivilen Durchgangsverkehr freigegeben sind. Außerhalb dieser Zeiten sind die Durchfahrten gesperrt; die Stadt Munster veröffentlicht die monatlichen Schieß- und Übungswarnungen der Truppenübungsplatzkommandantur. | nur an schießfreien Wochenenden |
| Elbfähre Bleckede – Neu Bleckede (Amt Neuhaus) | Die Fähre ersetzt hier die fehlende Elbbrücke und verkehrt Montag bis Samstag 5.00 bis 23.00 Uhr, sonn- und feiertags 9.00 bis 21.00 Uhr, von Mai bis September sonntags bis 21.30 Uhr. Bei Eisgang und extremem Niedrigwasser fällt der Fährbetrieb aus, bei Hochwasser gilt ein eingeschränkter Fahrplan. | Ausfall bei Eisgang und Extremwasserstand |
Stand: 30.07.2026 · Tagesaktuelle Lage vor der Tour über den Verkehrswarndienst prüfen.
Weite Bögen statt Spitzkehren: Fahrcharakter und Sicherheit in der Heide
Die Lüneburger Heide ist kein Pass-Revier. Wer hierher kommt, fährt kein Höhenprofil ab, sondern ein weites Geflecht aus Landstraßen, das sich zwischen Heideflächen, Kiefern- und Birkenwäldern, Mooren und reetgedeckten Heidedörfern hinzieht. Die höchste Erhebung der gesamten norddeutschen Tiefebene ist der Wilseder Berg mit gerade einmal 169 Metern. Genau das prägt den Fahrcharakter: lange, fließende Bögen über sanfte Geländewellen, immer wieder schnurgerade Alleen, dazwischen enge Ortsdurchfahrten mit eigener Tücke. Spektakuläre Spitzkehren gibt es nicht – wer mit dieser Erwartung anreist, wird enttäuscht. Wer den ruhigen Rhythmus einer weiten Landschaft sucht, findet hier eine der entspanntesten Motorradregionen Norddeutschlands.

Das Rückgrat des Asphaltnetzes bilden einige Bundesstraßen. Die B3 verläuft als Nord-Süd-Achse durch die Heide und verbindet den Raum Soltau und Walsrode über Bergen und Celle in Richtung Hannover. Die B71 zieht von Soltau über Munster und Uelzen quer durch die östliche Heide. Die B209 bindet den Raum Lüneburg über Amelinghausen und Munster ein und führt damit mitten durch das landschaftlich reizvolle Herzstück. Die B216 verbindet Lüneburg mit Dahlenburg und dem Elbtal im Osten. Diese Achsen sind gut ausgebaut, tragen aber auch Durchgangs- und Schwerlastverkehr – die schöneren Streckenteile liegen meist auf den Kreis- und Nebenstraßen dazwischen.
Hinzu kommt der Wildwechsel. Die Heide ist Lebensraum für Rehe, Wildschweine und in den Randwäldern auch Damwild; in der Dämmerung und nachts ist das Risiko am höchsten. Eine Besonderheit der Region sind die Heidschnucken – die robusten, kleinen Heideschafe, die zur Landschaftspflege in großen Herden über die Flächen geführt werden. Wo eine Herde eine Straße quert, steht oft der Schäfer mit Hund dabei: Tempo raus, anhalten, durchlassen. In Gehegen und an Weidezäunen entlang der Straße kann ein einzelnes Tier jederzeit ausbüxen.